Seit  

Insights

Webseite für German Copters

Webseite auf Basis von Open Source

Am Anfang steht immer die Frage: „Was kostet bei Ihnen eigentlich eine Webseite?“ Die Antwort darauf ist: „Meist so zwischen 5.000 Euro und 500.000 Euro.“ Was sind aber nun wirklich die Arbeiten, die hinter den Kosten für eine Webseite stehen?

Gehen wir ins Detail und analysieren den Aufwand, der hinter einer kleinen Firmenwebseite steht, die klassisch in die Menüpunkte Startseite, Unternehmen, Services, Portfolio und Kontakt gegliedert ist. Dann kommen natürlich noch all die rechtlich notwendigen Elemente wie Impressum und Datenschutz hinzu. Im folgenden Beispiel geht es um die Entwicklung der zweisprachigen Firmenwebseite der German Copters DLS GmbH unter der Domain www.germancopters.de.

Auswahl des Content Management Systems (CMS)

Wir arbeiten meist mit Open Source Systemen. Für Systeme, die erhöhte Sicherheits- oder Performance-Anforderungen haben, setzen wir kommerzielle Systeme, die besser skalierbar und auf Multi-Serversysteme gehostet werden können. Hier müssen wir aber schon mit Systemkosten von mindestens einem mittleren 5stelligen Euro-Betrag kalkulieren. Anders verhält es sich mit Open Source Systemen, die durch eine große und weltweit agierende Community von Entwicklern nach festen Standards gemeinsam entwickelt werden. Open Source Systeme sind als Framework frei nutzbar. Bedingung ist aber, dass jede Weiterentwicklung des Systems nach den strengen Regeln der Community erfolgt und dass alle Weiterentwicklungen der Community zur Verfügung gestellt werden müssen. Die wohl bekanntesten System sind hier WordPress, Joomla und Drupal.

Wir haben uns für das folgende Projekt für Joomla entschieden. Bei Joomla lässt sich nach unserer Meinung das Layout schneller entwickeln und anpassen. Die zu entwickelnden Layout-Templates sind in Joomla einfacher strukturiert und nicht so verschachtelt wie zum Beispiel in WordPress. Auch wenn WordPress der derzeitige Marktführer ist, alle Systeme haben Vor- und Nachteile. Für das folgende Projekt sehen wir aber Joomla in der Pole-Position.

System-Einrichtung (CMS)

Mittlerweile ist die Installation des Frameworks ein absolutes Kinderspiel. Anbieter wie Ionos (1und1) bieten eine sogenannte „Click and Build“ – Installation an. Im Backend des Hosters wählt man einfavh das gewünschte Framework aus und durch klick eines Buttons wird in diesem Fall Joomla auf dem Server installiert. Das bedeutet, dass alle Dateien in die richtigen Pfade installiert und die Datenbank angebunden werden.

Die eigentliche Arbeit fängt beim Einrichten des Systems an. In Schlagworten formuliert geht es hier um Domains und Sub-Domains, der Einrichtung der eMails, das Handling der Cookies, um Sicherheit mit SSL, die Installation von Funktionserweiterungen mittels zugekaufter Module, aber auch um das Favicon und die Einrichtung der SEO (Suchmaschinenoptimierung). Das sind Arbeiten, die bei dieser Projektgröße immerhin 20% des Zeit-Budgets verbrauchen, aber nicht zu unterschätzen sind.

Funktionen, Design und Templates

Vor einigen Jahren wurden komplexe Layouts noch komplett In-House entwickelt. Heute gibt es vorkonfigurierte und sehr anpassungsfähige Templates für ca. 50 Euro zu kaufen. Das spart eine Menge Zeit und damit Geld und ist trotzdem hochprofessionell. Schriftarten, Farben, Positionen der einzelnen Inhaltselemente lassen sich einfach anpassen. Viele Dinge werden über ein sogenanntes Shortcode-System gesteuert, welches ein wenig an HTML erinnert, aber wesentlich einfacher in der Nutzung ist.

Bestimmte Funktionen werden von Entwicklern kostenpflichtig angeboten und können zugekauft werden, um das Backend von Joomla zu erweitern oder ganz neue Funktionen auf der Webseite einzubinden. Von einfachen Funktionen, wie ein Galerie-System bis hin zum komplexen Eventmanagement-System – es gibt tausende Angebote. Die Preise bewegen sich von 10 Euro für einfache Funktionserweiterungen bis hin zu mehreren hundert Euro für komplexere System, wie zum Beispiel das interne System zur Erstellung von Animationen.

Content und Layout

Die Entwicklungen von Inhalten ist ein Spezialgebiet unserer Agentur. Viele Ideen zu Inhalten entstehen auch direkt während der Webseitenerstellung. Die Fragen: „Ist das relevant?“ oder „Interessiert sich der Besucher genau für diesen Fakt?“ werden immer wieder diskutiert. Daraus entstehen auch Anforderungen an neuen oder veränderten Inhalten. Die Definition der Inhalte ist während der Webseitenentwicklung sehr dynamisch.

Aber nicht nur die Frage nach den Inhalten, sondern auch die Frage nach der Platzierung der Inhalte ist entscheidend. Die Fragen: „Ist die Anordnung der Inhalte logisch?“, „Kann ich einen Spannungsbogen aufbauen, wodurch der Besucher auf der Seite gehalten wird?“. Am Ende sollten relevante Kontakte (Neudeutsch: „Touchpoints“) generiert werden. Die Zeiten von „Hallo-hier-bin-ich-Webseiten“, sind vorbei. Kunden suchen Services online und deshalb muss das Angebot auf der Webseite nach Möglichkeit den Vorstellungen des Suchenden entsprechen und zur Kontaktaufnahme motivieren.

Ein großes Thema ist der Medien-Mix. Texte allein können nicht mehr beeindrucken. Wie nutze ich Fotos, Video oder Animationen, um den angestrebten WOW-Effekt zu erzielen? Um wirklich die Nutzung von vorgefertigtem und damit geringerwertigem Fotomaterial zu reduzieren, haben wir als Agentur auch ein Fotoshooting im Haus von German Copters durchgeführt. Bei uns wird nicht einfach nur "geknipst", wir arbeiten mit professionellem Studiolicht und nutzen dabei unser mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Fotografie.Im Fotoshooting wurden Porttraits und Situationen im Büro fotografiert, mit die für die Webseite, aber auch für Flyer und anderes Marketing-Material genutzt wird.

Animationen sind ein schwieriges Pflaster, denn diese müssen auch auf alten Computern oder schwachen Mobil-Telefonen flüssig abgespielt werden können. Auch ist der Grat zwischen Unterhaltung und Effekthascherei meist sehr dünn. Hier helfen unsere langjährigen Erfahrungen und Statistiken aus anderen Projekten.

Der Arbeitsbereich Content und Layout ist recht aufwendig und verursacht einen enormen Kommunikations- und Arbeitsaufwand. Mindestens 40% des Zeitaufwandes geht für die Erstellung und Platzierung von Inhalten in die Gesamtrechnung ein.

Mehrsprachigkeit

Die Globalisierung wird durch das Internet beschleunigt. Die Mehrsprachigkeit ist derzeit schon fast ein „must have“. Technisch sind die Content Management Systeme schon von Beginn an auf Mehrsprachigkeit ausgerichtet. Wichtig ist hier mehr der Prozess der Übersetzung. Bewährt hat sich, dass die Webseite erst in der Muttersprache des Auftraggebers erstellt und dann in die verschiedenen Zielsprachen übersetzt wird. Viele Inhalte werden während der Erstellung geändert, umgestellt oder mit neuen Inhalten aufgefüllt. Bei der Übersetzung ins Englische wird von uns übersetzt und danach von Muttersprachlern korrigiert. Schwieriger wird es bei Sprachen wie arabisch, da hier mit einfachen Übersetzungen nur mäßige Ergebnisse erzielt werden. Um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen arbeiten in diesem Falle Übersetzer und Interpreter in einem Team zusammen. Bei der arabischen Sprache kommt noch hinzu, dass die Seite hinsichtlich des Layouts komplett geändert werden muss, da die Sprache von rechts nach links (RTL) geschrieben und gelesen wird. Das bedeutet auch, dass auch das Layout umgestellt und gespiegelt werden muss.

Die Übersetzung der Webseite und das Einsetzen der englischen Inhalte hat im vorliegendem Fall 20% des Budgets verbraucht.

Test, Optimierungen und SEO

Damit Webseiten auch gefunden werden, sind einige Arbeiten notwendig. Nicht nur muss die SEO-Checkliste abgearbeitet werden, auch müssen alle Layouts in verschiedenen Browsern und unterschiedlichen Geräten getestet werden. Natürlich wird die „Google Search Console“ für die Analyse genutzt, doch ersetzt diese nicht das manuelle Testen der Seite. Es gibt Simulatoren für unterschiedliche Geräte, aber der Test auf physisch vorhandenen Referenz-Geräten ergibt einen besseren Überblick über das Aussehen und Performance der Webseite.

Tests und Optimierungen sind eine wichtige Arbeit bei der Erstellung der Webseite und wird in der Kalkulation meist unterschätzt, oder oft gar nicht berücksichtigt. Nach unseren Erfahrungen sollten aber bis zu 20% des Budgets für Tests und Optimierungen eingeplant werden.

Aufwand und Kalkulation

Für die Webseite von German Copters haben wir in unserer Zeiterfassung 85 Leistungsstunden stehen. Beim Vergleich ähnlich gelagerter Projekte kommen wir auf eine Spanne von 80 bis 120 Stunden. Die Anzahl der Stunden ist stark vom Engagement des Kunden und von gewünschten Sonderlösungen abhängig.

Großen Einfluss haben vor allem:

  • Eine präzise Definition der Anforderungen durch den Kunden
  • Wie schnell vorhandene Materialien zur Verfügung gestellt werden
  • In welcher Qualität die Materialien vorliegen und wieviel Nacharbeit noch notwendig ist
  • Die Menge von Inhalten, die komplett neu produziert werden müssen
  • Werden Layout-Standards eingehalten oder müssen neue Layouts komplett neu entwickelt werden
  • Das zeitaufwendige Einbinden von Animationen
  • Zeitnahe Freigaben während der Erstellung und am Ende

Verteilung des Budgets:

Technische Arbeiten mit Setup und Entwicklung:
20%
Content und Layout:
40%
Übersetzung ins Englische:
20%
Tests und Optimierungen:
20%

Fazit

Eine Webseite ist ein weithin sichtbares Aushängeschild des Unternehmens. Eine Webseite ist aber auch eine Investition. Auch wenn es mittlerweile schon „Baukästen-Systeme“ für ganz kleines Geld gibt, wird der Unterschied zu einer funktionalen, auf Konversion orientierten und der Kultur des Unternehmens entsprechenden Webseite nach lange sichtbar bleiben.


A.F.B. Media GmbH

Die A.F.B. media GmbH ist spezialisiert auf Lösungen für Multi-Channel-Communication und Cross-Channel-Marketing.

Derzeit arbeitet das Unternehmen vor allem in Europa und im Mittleren Osten und betreut Kunden in Deutschland, Katar und Dubai. Das Unternehmen agiert virtuell und arbeitet dort, wo Projekte umgesetzt werden.

Kontakt

  • worldwide mobile
  • Qatar +974 5522 9828
  • Skype: schulze.holger
  • Email: zentrale@afb-media.de

Arbeit und Leben in Katar

Leben und Arbeiten in Katar Recorded with iPhone for fun
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok